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Beckenbodentraining für Männer mit ContiCure bei EGW in Lohrheim

Beckenbodentraining für Männer: Übungen, Inkontinenz & Training nach Prostata-OP

Männergesundheit · Beckenboden · Inkontinenz

Beckenbodentraining ist längst kein reines Frauenthema. Auch beim Mann unterstützt der Beckenboden die Kontrolle von Blase und Darm, stabilisiert die Körpermitte und ist an der sexuellen Funktion beteiligt. Besonders wichtig kann gezieltes Training bei Urinverlust, einem schwachen Beckenboden oder nach einer Prostata-Operation werden. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deinen Beckenboden findest, welche Übungen sich für den Einstieg eignen und wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist.

Beckenbodentraining für Männer – kurz erklärt

Der männliche Beckenboden besteht aus mehreren Muskelschichten zwischen Schambein, Sitzbeinen und Steißbein. Er hilft dabei, Harnröhre und Enddarm zu kontrollieren, trägt zur Stabilität des Beckens bei und arbeitet bei Erektion und Ejakulation mit. Regelmäßiges, korrekt ausgeführtes Beckenbodentraining kann vor allem bei Problemen mit der Blasenkontrolle sinnvoll sein. Nach einer Prostata-Operation wird Beckenbodentraining bei belastungsbedingtem Urinverlust in Leitlinien als konservative Maßnahme empfohlen. Wichtig ist jedoch, nicht einfach möglichst stark oder möglichst viel zu trainieren: Wahrnehmung, korrekte Anspannung und vollständige Entspannung gehören zusammen.

Was bringt Beckenbodentraining beim Mann?

Der Beckenboden arbeitet jeden Tag mit – meist ohne, dass du ihn bewusst wahrnimmst. Er spannt sich beispielsweise an, wenn Druck im Bauchraum entsteht, wenn du hustest, niest, etwas Schweres hebst oder Urin und Stuhl zurückhalten möchtest. Gleichzeitig muss er sich auch wieder lösen können, etwa beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang.

Ein funktioneller Beckenboden bedeutet deshalb nicht einfach „maximal stark“. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Kraft, Ausdauer, schneller Reaktion, Koordination und Entspannung. Genau hier setzt gutes Beckenbodentraining für Männer an.

Beckenbodentraining kann bei Männern insbesondere relevant sein für:

  • die Kontrolle der Blase bei Urinverlust oder Belastungsinkontinenz,
  • die Rehabilitation nach einer Prostata-Operation,
  • die bewusste Wahrnehmung und Ansteuerung des Beckenbodens,
  • die Stabilität der Körpermitte und das Zusammenspiel mit Atmung und Rumpfmuskulatur,
  • die Kontrolle von Darm und Winden,
  • bestimmte Aspekte der sexuellen Funktion wie Erektion und Ejakulationskontrolle.

Bei sexuellen Beschwerden sollte Beckenbodentraining allerdings nicht als alleinige oder garantierte Lösung verstanden werden. Erektionsprobleme können beispielsweise viele körperliche und psychische Ursachen haben und sollten bei anhaltenden Beschwerden ärztlich abgeklärt werden.

Wenn du zunächst allgemein verstehen möchtest, wann Beckenbodentraining sinnvoll sein kann, findest du dazu auch unseren Ratgeber „Beckenbodentraining: Für wen ist es sinnvoll?“.

Wo befindet sich der Beckenboden beim Mann?

Der Beckenboden liegt im unteren Bereich des Beckens und spannt sich vereinfacht wie eine muskuläre Hängematte zwischen Schambein, Steißbein und den beiden Sitzbeinhöckern auf. Er umschließt unter anderem die Öffnungen von Harnröhre und Enddarm und arbeitet eng mit Bauchmuskulatur, Zwerchfell, Rücken und tiefer Rumpfmuskulatur zusammen.

So kannst du deinen Beckenboden besser wahrnehmen

Stell dir vor, du möchtest gleichzeitig verhindern, dass Urin entweicht und dass du Luft aus dem Darm abgibst. Dabei sollte sich im Bereich zwischen After und Hodensack ein sanftes Gefühl von Schließen und Anheben entwickeln. Idealerweise bleiben Gesäß, Oberschenkel und Bauch so entspannt wie möglich, während du normal weiteratmest.

Manche Männer bemerken bei einer korrekten Anspannung zusätzlich, dass sich Peniswurzel und Hodensack leicht in Richtung Körper anheben. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die richtige Muskulatur arbeitet.

Wichtig: Den Urinstrahl regelmäßig während des Wasserlassens zu unterbrechen, ist keine Trainingsmethode. Ein einmaliges Ausprobieren kann zur Orientierung dienen, wiederholtes Stoppen des Urinflusses sollte jedoch vermieden werden, weil es die normale Blasenentleerung stören kann.

Woran erkennt man einen schwachen Beckenboden beim Mann?

Ein schwacher oder nicht optimal koordinierter Beckenboden kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Einzelne Symptome beweisen jedoch nicht automatisch, dass der Beckenboden „zu schwach“ ist. Auch ein überaktiver oder dauerhaft angespannter Beckenboden kann Beschwerden verursachen. Deshalb ist bei anhaltenden, neuen oder unklaren Problemen eine fachliche Abklärung sinnvoll.

Mögliche Hinweise können sein:

  • Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder Sport,
  • Urinverlust nach einer Prostata-Operation,
  • plötzlicher starker Harndrang oder Schwierigkeiten, den Urin rechtzeitig zu halten,
  • häufiger Harndrang, sofern andere Ursachen ausgeschlossen sind,
  • Probleme bei der Kontrolle von Wind oder Stuhl,
  • Schwierigkeiten, den Beckenboden bewusst anzuspannen oder wieder vollständig zu entspannen,
  • ein Gefühl von Unsicherheit oder fehlender Kontrolle in der Beckenbodenregion.

Blut im Urin, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, Fieber, eine plötzlich stark veränderte Blasenfunktion, Probleme beim vollständigen Wasserlassen oder neue neurologische Auffälligkeiten gehören dagegen ärztlich abgeklärt und sollten nicht einfach mit Übungen „wegtrainiert“ werden.

Beckenbodentraining Mann: 4 einfache Übungen für den Einstieg

Wer nach „Beckenbodentraining Mann Übungen“ sucht, findet schnell lange Trainingspläne. Für den Einstieg ist jedoch saubere Technik wichtiger als möglichst viele Wiederholungen. Die folgenden Übungen sind allgemeine Beispiele und ersetzen keine individuelle Untersuchung oder Therapie.

Übung 1: Beckenboden bewusst anspannen und lösen

Lege dich bequem auf den Rücken oder setze dich aufrecht auf einen Stuhl. Atme ruhig. Beim Ausatmen schließt und hebst du den Beckenboden sanft an – so, als würdest du Urin und Wind gleichzeitig zurückhalten. Halte die Spannung zunächst nur wenige Sekunden und löse anschließend vollständig.

  • Beginne beispielsweise mit 5 ruhigen Wiederholungen.
  • Halte nur so lange, wie du ohne Pressen, Luftanhalten oder Mitanspannen des Gesäßes sauber arbeiten kannst.
  • Gib der Entspannung mindestens genauso viel Zeit wie der Anspannung.

Übung 2: Langsame Haltearbeit für die Ausdauer

Wenn du die Muskulatur sicher findest, kannst du die Haltezeit langsam steigern. Ziel ist nicht maximale Kraft, sondern eine kontrollierte, gleichmäßige Spannung. Ein möglicher Einstieg sind 3 bis 5 Sekunden Anspannung mit anschließender vollständiger Entspannung. Mit guter Technik kann die Dauer schrittweise gesteigert werden.

Übung 3: Schnelle kurze Anspannungen

Der Beckenboden muss im Alltag nicht nur ausdauernd halten, sondern auch schnell reagieren – zum Beispiel beim Husten oder Niesen. Spanne ihn dafür kurz und klar an und löse sofort wieder. Fünf bis zehn saubere kurze Wiederholungen können als Einstieg ausreichen.

Übung 4: Der „Knack“ vor Belastung

Spanne den Beckenboden bewusst kurz vor einer Belastung an – beispielsweise bevor du hustest, niest oder etwas Schweres anhebst – und löse danach wieder. Diese vorausschauende Aktivierung wird häufig als „Knack“-Strategie bezeichnet und kann helfen, den Druck im Alltag besser zu kontrollieren.

Technik-Check: Beim Training solltest du normal weiteratmen. Vermeide starkes Pressen, ein dauerhaft angespanntes Gesäß, hochgezogene Schultern oder das feste Zusammenkneifen der Oberschenkel. Wenn du unsicher bist, ob du wirklich den Beckenboden trainierst, ist eine fachliche Anleitung oft sinnvoller als mehr Wiederholungen.

Beckenbodentraining bei Inkontinenz beim Mann

Harninkontinenz bedeutet, dass Urin ungewollt verloren geht. Bei Männern kann das unterschiedliche Ursachen haben. Besonders bekannt ist die Belastungs- oder Stressinkontinenz nach einer Prostata-Operation. Dabei kann Urin zum Beispiel beim Aufstehen, Husten, Niesen, Lachen, Heben oder Sport entweichen.

Beckenbodentraining gehört bei Männern mit belastungsbedingter Inkontinenz nach Prostatektomie zu den etablierten konservativen Maßnahmen. Ziel ist es, die Muskulatur und ihre Koordination so zu trainieren, dass sie in den entscheidenden Momenten besser reagieren kann.

Bei starkem Harndrang oder einer Dranginkontinenz sieht die Situation anders aus: Hier können neben dem Beckenboden beispielsweise Blasentraining, Verhaltensmaßnahmen, Medikamente oder andere urologische Behandlungen eine Rolle spielen. Eine klare Unterscheidung der Inkontinenzform ist deshalb wichtig.

Du möchtest deinen Beckenboden professionell begleiten lassen?

Informiere dich über unser Beckenbodentraining und die ergänzenden Beckenboden-Angebote bei EGW in Lohrheim. Wir schauen individuell, welcher Ansatz zu deinem Anliegen passt.

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Beckenbodentraining nach einer Prostata-OP

Nach einer radikalen Prostatektomie oder anderen Eingriffen an der Prostata kann vorübergehend eine Harninkontinenz auftreten. Bei einer Operation verändern sich Strukturen, die an der Kontinenz beteiligt sind. Der Beckenboden und der verbleibende Schließmechanismus müssen anschließend lernen, die Blase unter den veränderten Bedingungen zuverlässig zu kontrollieren.

Internationale Leitlinien empfehlen bei belastungsbedingter Inkontinenz nach Prostatektomie Beckenbodenmuskelübungen beziehungsweise ein strukturiertes Beckenbodentraining. Die American Urological Association empfiehlt, nach radikaler Prostatektomie Übungen oder Training des Beckenbodens in der unmittelbaren postoperativen Phase anzubieten; üblicherweise beginnt das aktive Training nach Entfernung des Katheters und entsprechend der ärztlichen Freigabe. NICE empfiehlt Männern mit stressbedingter Inkontinenz nach Prostatektomie ein betreutes Beckenbodentraining und rät, die Übungen mindestens drei Monate fortzuführen, bevor andere Optionen erwogen werden.

Worauf Männer nach einer Prostata-Operation achten sollten

  • Halte dich an die Vorgaben deiner behandelnden Urologie beziehungsweise des Operateurs.
  • Beginne nicht eigenständig mit hoher Belastung unmittelbar nach der Operation.
  • Qualität und korrekte Muskelansteuerung sind wichtiger als möglichst viele Wiederholungen.
  • Die Erholung der Kontinenz braucht Zeit und verläuft individuell.
  • Bei anhaltender oder starker Inkontinenz sollte eine urologische beziehungsweise spezialisierte Kontinenz-Abklärung erfolgen.

Auch unsere Physiotherapie und Krankengymnastik in Lohrheim setzt auf individuelle Befundung, Stabilität, Bewegung und alltagsnahe Begleitung. Ob eine physiotherapeutische Leistung, ein Selbstzahlerangebot oder eine andere medizinische Behandlung sinnvoll ist, hängt vom konkreten Befund und der ärztlichen Einordnung ab.

Wie oft und wie lange sollte ein Mann den Beckenboden trainieren?

Beckenbodenmuskulatur reagiert wie andere Muskulatur auf regelmäßiges Training – allerdings zählt auch hier Regeneration und korrekte Technik. Ein starres Schema für jeden Mann gibt es nicht. Häufig werden langsame Halteübungen und schnelle Kontraktionen miteinander kombiniert und regelmäßig in den Alltag eingebaut.

Bei Inkontinenz nach Prostatektomie ist vor allem Konsequenz über Wochen und Monate entscheidend. NICE empfiehlt bei stressbedingter Inkontinenz nach Prostatektomie mindestens drei Monate betreutes Training, bevor andere Behandlungsoptionen erwogen werden. Das bedeutet nicht, dass jeder exakt nach demselben Plan trainieren sollte – Intensität, Wiederholungszahl und Progression sollten zur individuellen Situation passen.

Ein guter Trainingsplan berücksichtigt:

  • ob du den richtigen Muskel sicher findest,
  • wie lange du die Spannung sauber halten kannst,
  • ob du vollständig entspannen kannst,
  • ob Urinverlust bei Belastung oder starker Harndrang im Vordergrund steht,
  • ob eine Operation oder andere Erkrankung vorausgegangen ist,
  • wie sich die Beschwerden im Verlauf verändern.

Mehr ist nicht automatisch besser. Ein dauerhaft überaktiver Beckenboden kann ebenfalls Beschwerden verursachen. Wenn Schmerzen, Druckgefühl oder Schwierigkeiten beim Entspannen auftreten, sollte das Training nicht einfach weiter gesteigert werden.

Wenn Übungen allein schwierig sind: professionelle Unterstützung

Einer der häufigsten Fehler beim Beckenbodentraining ist, dass die falsche Muskulatur angespannt wird. Gerade am Anfang kompensieren viele Menschen mit Bauch, Gesäß oder Oberschenkeln. Andere halten unbewusst die Luft an oder pressen nach unten – also genau in die falsche Richtung.

Professionelle Begleitung kann deshalb besonders dann sinnvoll sein, wenn du den Beckenboden kaum wahrnimmst, nach einer Operation unsicher bist oder trotz regelmäßigem Training keine Veränderung bemerkst. Eine fachliche Einschätzung hilft außerdem zu unterscheiden, ob tatsächlich mehr Kraft gebraucht wird oder ob Koordination, Entspannung, Atmung oder eine andere Ursache im Vordergrund stehen.

Bei EGW verbinden wir persönliche Begleitung mit moderner Medizintechnik. Eine mögliche gerätegestützte Ergänzung ist ContiCure von Zimmer MedizinSysteme.

ContiCure von Zimmer als gerätegestützte Unterstützung beim Beckenbodentraining

ContiCure ist ein medizinisches System von Zimmer MedizinSysteme zur elektromagnetischen Stimulation der Beckenbodenmuskulatur. Laut offizieller Gebrauchsanweisung erzeugt das System ein gepulstes elektromagnetisches Feld von 1,5 Tesla (±20 Prozent). Die Stimulation löst wiederholte Muskelkontraktionen aus und ist vollständig nicht invasiv.

Die offizielle Zweckbestimmung nennt Menschen mit Harninkontinenz beziehungsweise schwacher Beckenbodenmuskulatur als Zielgruppe. Zimmer empfiehlt die Anwendung für Erwachsene ab 18 Jahren und nennt ausdrücklich keine Einschränkung hinsichtlich Geschlecht oder anatomischer Unterschiede. Damit ist ContiCure auch für männliche Patienten vorgesehen.

Wie läuft eine ContiCure-Anwendung ab?

Der Patient sitzt während der Anwendung auf dem Behandlungsstuhl, während der Applikator unter dem Beckenboden positioniert wird. Die Anwendung erfolgt vollständig bekleidet; für die Behandlung wird metallfreie Kleidung benötigt. Zimmer beschreibt eine typische Behandlungsdauer von 20 bis 30 Minuten. Die Intensität kann entsprechend dem individuellen Empfinden angepasst werden.

Welche Programme bietet ContiCure?

Zimmer stellt vier vordefinierte Behandlungsprotokolle zur Verfügung:

  • allgemeines Beckenbodentraining,
  • Stress- beziehungsweise Belastungsinkontinenz,
  • Drang- beziehungsweise Urge-Inkontinenz,
  • Mischinkontinenz.

Zusätzlich können individuelle Protokolle gespeichert und die Intensität angepasst werden. Drei unterschiedliche Sitz-Inlays helfen dabei, die Position an die Körpergröße anzupassen.

Welche Vorteile kann die gerätegestützte Stimulation haben?

  • Nicht invasiv: Die Muskelstimulation erfolgt ohne operativen Eingriff.
  • Kontaktfrei: Die elektromagnetische Stimulation erfolgt über den unter der Sitzfläche positionierten Applikator.
  • Vollständig bekleidet: Die Anwendung findet in geeigneter metallfreier Kleidung statt.
  • Intensität anpassbar: Die Stärke der Anwendung kann individuell eingestellt werden.
  • Unterstützung der Wahrnehmung: Die wiederholten Kontraktionen können helfen, ein besseres Gefühl dafür zu entwickeln, wo der Beckenboden liegt und wie er arbeitet.
  • Für Männer und Frauen: Die offizielle Zielgruppe ist nicht auf ein Geschlecht begrenzt.

ContiCure ersetzt keine medizinische Diagnose

Ein modernes Gerät macht die individuelle medizinische Einordnung nicht überflüssig. Inkontinenz und Beschwerden im Beckenbodenbereich können unterschiedliche Ursachen haben. ContiCure sollte deshalb nur eingesetzt werden, wenn die Anwendung zur Situation passt und mögliche Gegenanzeigen berücksichtigt wurden.

Wann darf ContiCure nicht oder nur nach ärztlicher Freigabe eingesetzt werden?

Laut Zimmer-Gebrauchsanweisung besteht unter anderem bei Metall- oder elektrischen Implantaten im Behandlungsbereich – beispielsweise Herzschrittmachern – eine absolute Gegenanzeige. Für weitere Situationen, darunter eine kürzlich erfolgte Operation, bestimmte implantierte Geräte, Schwangerschaft oder bestimmte Erkrankungen, ist vor einer Anwendung eine ärztliche Freigabe erforderlich. Gerade nach einer Prostata-Operation bedeutet das: Eine ContiCure-Anwendung sollte nicht eigenständig unmittelbar nach dem Eingriff begonnen werden, sondern erst nach medizinischer Rücksprache.

Du möchtest wissen, wie das Beckenbodenangebot bei EGW aufgebaut ist? Auf unserer Seite zum Beckenbodentraining in Lohrheim findest du weitere Informationen zu unserem Ansatz und kannst direkt Kontakt mit uns aufnehmen.

Beckenbodentraining für Männer bei EGW in Lohrheim

Die EGW Praxis GmbH befindet sich in 65558 Lohrheim im Rhein-Lahn-Kreis. Wir begleiten Menschen aus Lohrheim und der Region – unter anderem aus Hahnstätten, Diez, Katzenelnbogen, Limburg und der näheren Umgebung.

Unser Ansatz ist bewusst nicht „ein Programm für alle“. Am Anfang steht dein konkretes Anliegen: Geht es um Urinverlust? Um Beschwerden nach einer Prostata-Operation? Um Schwierigkeiten, den Beckenboden überhaupt wahrzunehmen? Oder möchtest du deine Körpermitte gezielt unterstützen? Erst danach wird eingeordnet, welche Form der Begleitung sinnvoll sein kann.

Bei EGW können – je nach Situation – unterschiedliche Bausteine eine Rolle spielen:

  • aktive Anleitung und Beckenbodenübungen,
  • physiotherapeutische Begleitung bei entsprechender Verordnung und Indikation,
  • Training von Wahrnehmung, Koordination und Körperstabilität,
  • ergänzende gerätegestützte Beckenbodenstimulation mit ContiCure von Zimmer als Selbstzahlerleistung, sofern medizinisch passend.

Auf unserer Seite zur Physiotherapie in Lohrheim erfährst du mehr über physiotherapeutische Leistungen. Einen Überblick über die Praxis und unseren Anspruch an persönliche Begleitung findest du außerdem unter Über EGW.

Du möchtest deinen Beckenboden nicht nur auf eigene Faust trainieren?

Sprich mit uns über dein Anliegen. Wir erklären dir, welche Möglichkeiten bei EGW bestehen und ob aktives Beckenbodentraining, Physiotherapie oder eine ergänzende Anwendung mit ContiCure für deine Situation infrage kommen kann.

Beckenboden-Angebot bei EGW ansehen Termin & Beratung anfragen

Fazit: Beckenbodentraining ist auch Männersache

Der Beckenboden ist beim Mann entscheidend an Kontinenz, Körperstabilität und sexueller Funktion beteiligt. Besonders bei belastungsbedingtem Urinverlust und nach einer Prostata-Operation kann ein strukturiertes Beckenbodentraining einen wichtigen Platz in der konservativen Behandlung haben. Entscheidend sind korrekte Ansteuerung, regelmäßiges Training und eine realistische Erwartung: Fortschritte entstehen meist nicht über Nacht.

Wenn du deinen Beckenboden nicht sicher wahrnehmen kannst, Beschwerden bestehen oder du nach einer Prostata-Operation gezielt begleitet werden möchtest, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Bei EGW in Lohrheim verbinden wir persönliche Betreuung mit moderner Gerätetechnik wie ContiCure von Zimmer – immer passend zur individuellen Situation und unter Beachtung der medizinischen Voraussetzungen.

Häufige Fragen zum Beckenbodentraining für Männer

Was bringt Beckenbodentraining bei Männern?

Beckenbodentraining kann die Wahrnehmung, Kraft, Ausdauer und Koordination der Beckenbodenmuskulatur verbessern. Besonders relevant ist es für die Blasen- und Darmkontrolle. Nach einer Prostata-Operation wird es bei stressbedingter Harninkontinenz als konservative Maßnahme empfohlen. Der Beckenboden spielt außerdem eine Rolle bei Erektion und Ejakulation.

Wie finde ich den Beckenboden beim Mann?

Stell dir vor, du möchtest gleichzeitig Urin und Wind zurückhalten. Dabei sollte sich die Region zwischen After und Hodensack sanft schließen und nach innen beziehungsweise oben ziehen. Gesäß, Oberschenkel und Bauch sollten möglichst entspannt bleiben, während du normal weiteratmest.

Welche Beckenbodenübungen sind für Männer sinnvoll?

Ein ausgewogenes Training kombiniert kontrollierte längere Anspannungen, kurze schnelle Kontraktionen und funktionelle Aktivierung vor Belastungen wie Husten oder Heben. Entscheidend ist die korrekte Technik. Bei Unsicherheit oder Beschwerden sollte das Training individuell angeleitet werden.

Wie oft sollte ein Mann Beckenbodentraining machen?

Regelmäßigkeit ist wichtiger als eine möglichst hohe Anzahl an Wiederholungen. Der konkrete Plan hängt von Ausgangskraft, Beschwerden, Operationen und Trainingsziel ab. Bei stressbedingter Inkontinenz nach Prostatektomie empfiehlt NICE ein betreutes Beckenbodentraining über mindestens drei Monate, bevor andere Optionen erwogen werden.

Wie lange dauert es, bis Beckenbodentraining wirkt?

Das ist individuell. Muskelkoordination und Wahrnehmung können sich früher verändern, während Kraft und Ausdauer meist regelmäßiges Training über Wochen bis Monate benötigen. Nach einer Prostata-Operation wird die Kontinenz zusätzlich durch Heilungsprozesse beeinflusst.

Hilft Beckenbodentraining bei Inkontinenz beim Mann?

Bei stressbedingter Harninkontinenz nach einer Prostata-Operation ist Beckenbodentraining ein etablierter konservativer Ansatz. Bei Dranginkontinenz oder anderen Formen von Urinverlust können andere Maßnahmen erforderlich sein. Deshalb sollte zunächst geklärt werden, welche Inkontinenzform vorliegt.

Wann sollte Beckenbodentraining nach einer Prostata-OP beginnen?

Der Zeitpunkt sollte mit der behandelnden Urologie abgestimmt werden. Leitlinien empfehlen Beckenbodenübungen beziehungsweise Beckenbodentraining in der frühen postoperativen Phase; praktisch beginnt das aktive Training häufig nach Entfernung des Katheters und entsprechender medizinischer Freigabe.

Kann Beckenbodentraining die Erektion unterstützen?

Der männliche Beckenboden ist an Erektion und Ejakulation beteiligt. Studien deuten darauf hin, dass Beckenbodentraining bei bestimmten Männern mit erektiler Dysfunktion oder vorzeitiger Ejakulation hilfreich sein kann. Die Ursachen sexueller Beschwerden sind jedoch vielfältig, weshalb anhaltende Probleme medizinisch abgeklärt werden sollten.

Was ist ContiCure von Zimmer?

ContiCure ist ein medizinisches System von Zimmer MedizinSysteme zur nicht invasiven elektromagnetischen Stimulation der Beckenbodenmuskulatur. Laut Hersteller ist es für Erwachsene mit Harninkontinenz beziehungsweise schwacher Beckenbodenmuskulatur vorgesehen und nicht auf ein Geschlecht beschränkt.

Ist ContiCure auch für Männer geeignet?

Ja. Die offizielle Gebrauchsanweisung nennt keine Einschränkung hinsichtlich Geschlecht oder anatomischer Unterschiede. Ob eine Anwendung im individuellen Fall sinnvoll und zulässig ist, hängt jedoch von Beschwerden, Vorerkrankungen, Implantaten und möglichen Gegenanzeigen ab.

Kann ContiCure direkt nach einer Prostata-Operation eingesetzt werden?

Nicht ohne medizinische Rücksprache. Die Zimmer-Gebrauchsanweisung nennt einen kürzlich erfolgten chirurgischen Eingriff als Situation, in der vor einer Anwendung die Zustimmung des verantwortlichen Arztes erforderlich ist. Der geeignete Zeitpunkt muss deshalb individuell geklärt werden.

Brauche ich für Beckenbodentraining bei EGW ein Rezept?

Das hängt von der Leistung ab. Physiotherapeutische Leistungen erfolgen in der Regel auf ärztliche Verordnung. Ergänzende Selbstzahlerangebote wie gerätegestützte Anwendungen können unabhängig davon angeboten werden, sofern sie medizinisch zu deiner Situation passen. Bei Fragen kannst du dich direkt an EGW wenden.

Ist EGW auch aus Diez, Hahnstätten oder Limburg gut erreichbar?

Ja. Die EGW Praxis befindet sich in der Schulstraße 4 in 65558 Lohrheim und richtet sich auch an Patienten aus Hahnstätten, Diez, Katzenelnbogen, Limburg und dem Rhein-Lahn-Kreis.

Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Diagnose oder ärztliche Behandlung. Ursachen von Inkontinenz, Harndrang, Schmerzen oder sexuellen Funktionsstörungen können sehr unterschiedlich sein. Neue, starke oder unklare Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. Nach Operationen richtet sich der Beginn von Training und gerätegestützten Anwendungen nach der ärztlichen Freigabe und dem individuellen Heilungsverlauf.

Medizinische Quellen & fachliche Grundlage

Für die medizinischen Aussagen in diesem Beitrag wurden unter anderem Herstellerinformationen und internationale Leitlinien herangezogen:


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